Glücksspielprobleme bei den über 65-Jährigen

Ältere Menschen sind besonders anfällig für die Verlockung des Glücksspiels, da Alter und Ruhestand eine Reihe von Problemen mit sich bringen: Untätigkeit, Trauer, mangelnde Gesundheit, Zielverlust, soziale Isolation, Depression, Einsamkeit, Demenz und oft niemand, der sie zurückhält.

Das Versprechen des Spielens von sofortigem Reichtum, Spannung und Glamour kann vielen Senioren unwiderstehlich erscheinen. Diejenigen mit privater Altersvorsorge haben wahrscheinlich auch die Mittel und Zeit, um sich einer Spielgewohnheit zu widmen.

Vom Bingo zum Casino

Es hat eine neue Schicht vom Bingo, traditionsgemäß das Spiel der Wahl unter den älteren Personen, zu den Kasinospielautomaten gegeben, und viele Kasinospielautomatenhallen werden mit älteren Bürgern während des Tages gefüllt.

Senioren anzusprechen ist ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells des Casinos, und gefährdeten Spielern wird kostenloser Transport zu den Casinos aus ihren Altersheimen und kostenlose Mahlzeiten angeboten, um sie zum Bleiben zu bewegen. Es wird geschätzt, dass 58% der erwachsenen Besucher von Casinos in den USA über 50 Jahre alt sind.

Einfaches und anonymes Online-Glücksspiel

Der Aufstieg der Glücksspiel-Websites im Internet hat dazu geführt, dass sie für ältere Menschen viel zugänglicher geworden sind. Was einmal ein Nachmittag in den Buchmachern war, die auf Pferde wetten, ist jetzt 24/7 Roulette und Sportwetten. Hierfür gibt es auf seriösen Seiten wie Sportwetten.net viele Anbieter im Vergleich.

Bis zum Internet könnte es Jahre dauern, bis das Glücksspiel zum Problem wird: Die Wetten wären wahrscheinlich kleiner gewesen; sie mussten physisch zu einer Bank und einem Wettbüro gehen; und es würde alles länger dauern. Du könntest keine Kreditkarte in Buchmachern wie jetzt benutzen.

Die Auswirkungen der Spielsucht auf Senioren

Pathalogisches Glücksspiel gilt als eine der gefährlichsten Süchte, da die finanziellen Folgen erheblich und weitreichend sind, was zum Verlust von Ersparnissen, zum Verlust von Eigentum, zum finanziellen Bankrott ganzer Familien und zur Auflösung der Familie führt. Ältere Spieler haben oft keine Möglichkeit, ihre Verluste auszugleichen, weil ihr Alter sie daran hindert, zu arbeiten. Emotionale und physische Gesundheit wird sich verschlechtern, wenn das Glücksspiel eskaliert und die Ersparnisse sinken. Aufgrund dieser lebensverändernden Folgen ist es die Sucht mit der höchsten Selbstmordrate.

Spielsuchtrehabilitation für über 65-Jährige

Senioren können genauso effektiv behandelt werden wie jüngere Patienten, und wenn das Problem frühzeitig erkannt und behandelt wird, können finanzielle Verluste und psychische Probleme wie Depressionen minimiert werden.

Ältere Patienten passen sich leicht an die stationäre Behandlung an und werden zu wertvollen Mitgliedern der therapeutischen Gemeinschaft und werden respektiert.

Familientherapie

Familienmitglieder können ungelöste Gefühle der Schuld und des Zornes in Richtung zum Problem Spieler haben, besonders wenn ihre Neigung den Verlust des Familienhauses oder der Erbschaft bedeutet hat. Diese Probleme müssen durch eine Familientherapie in Anwesenheit eines Beraters angegangen werden, damit die Beziehungen wiederhergestellt werden können.

Dazu gehören individuelle Therapien und Gruppentherapien, die jedem Patienten helfen, seine persönliche Geschichte und seine psychologischen Probleme anzugehen. Einige der Fachgruppen- und Einzeltherapien, an denen unsere Patienten teilnehmen, umfassen PTSD-Therapie, Grief-Therapie, Essstörungen-Gruppentherapie, Frauengruppentherapie, Cross-Addiction-Therapie und holisitische Suchttherapie. Auf https://www.automatisch-verloren.de/de/ finden Angehörige Hilfe.

Projektinfo

Dienstleistungsoffensive der Wohlfahrtsverbände für Senioren in NRW
Der Anteil älterer Menschen in Nordrhein-Westfalen nimmt immer weiter zu. Im Jahre 2005 sind 24,8 % aller BürgerInnen in NRW über 60 Jahre alt, der Anteil steigt bis zum Jahr 2015 auf 26,6 % oder rund 314.000 Menschen (Landtagsdrucksache 13/5109). Damit steigt auch die Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten für ältere Menschen, von denen die Freie Wohlfahrtspflege in ganz NRW bereits ein breites Spektrum anbietet. Im Rahmen der „Landesinitiative Seniorenwirtschaft“ will die Freie Wohlfahrtspflege in NRW diese umfangreiche Palette an Angeboten darstellen, weiter ausbauen, innovative Ideen umsetzen und den zeitgemäßen Bedürfnissen älterer Menschen besser nachkommen. Ein wichtiges Ergebnis des Projekts ist ein umfassender und leicht zugänglicher Überblick über das bestehende Angebot an Dienstleistungen der Wohlfahrtsverbände für Senioren in NRW. Ein barrierefreier Zugriff im Internet wird für Senioren, Angehörige und Multiplikatoren erstellt. Gleichzeitig dient dieser Überblick den Mitarbeiter/Innen der Wohlfahrtsverbände in der Seniorenarbeit als Ideenbörse um Angebote zu entwickeln, Nachfragen zu bedienen und die bestehenden Angebote zu optimieren. Sie finden das Angebot auf dieser Internetseite unter der Rubrik „Suchen“.

Durch die Bestandsaufnahme auch traditioneller Angebote wie beispielsweise Pflege, Sozialberatung und Wohnangeboten ergeben sich Chancen zur übergreifenden Zusammenarbeit bekannter und neuer Dienstleistungen. Wenn sie Mitglied eines Spitzenverbandes der freien Wohlfahrtspflege in NRW sind, stellen auch Sie Ihre Angebote in die Datenbank ein. Ihren persönlichen Zugang fordern Sie bitte unter projekt@servicefuersenioren-nrw.de oder der Postadresse des Koordinationsbüros an. Die eingetragenen Einrichtungen haben die Möglichkeit auf ihre Angebote aufmerksam zu machen und einer breiten Öffentlichkeit kostenlos zu präsentieren.

Im Rahmen einer Fachtagung am 2. März 2005 stellte sich die Freie Wohlfahrtspflege dem Thema und zeigte anhand aktueller Dienstleistungsangebote seine Vielfalt.

Die Vorträge der Fachtaung können Sie auf dieser Interetseite als pdf Dateien downloaden.

Im Sommer 2005 wird eine „good-practice-Veröffentlichung“ zum Thema entstehen und Verbänden, Trägern, Verwaltungen und Interessierten zugänglich gemacht. Die Ansprüche an Dienstleistungen für Senioren wachsen und verändern sich auf der Basis der demographischen Entwicklung und des wirtschaftlichen Stellenwertes der Generation 50 plus. „Good-practice“-Beispiele geben Anregungen für Neuerungen und Erweiterungen. Dadurch sollen neue Arbeitsplätze vornehmlich auch für ältere Arbeitnehmer/innen geschaffen werden.

Die Umsetzung neuer Projekte wird durch einen Pool von fachlichen Beratern unterstützt. Diese Poolung und Netzwerkbildung sind weitere Aufgaben des Projektes. Die entsprechenden MitarbeiterInnen der Wohlfahrtsverbände und der Geschäftsstelle der „Landesinitiative Seniorenwirtschaft“ stehen hierfür zu Verfügung.

Die Umsetzung der Projektbausteine wird auf verschiedenen Veranstaltungen präsentiert, wie z. B. auf der Messe „vitactiv“ vom 3. und 4. November in Essen.

Wer steht dahinter?
Die Dienstleistungsoffensive der Wohlfahrtsverbände für Senioren ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen und Bestandteil der Landesinitiative Seniorenwirtschaft. Sie wird unterstützt vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Nordrhein-Westfalen (MGEPA) (ehemals Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration). Die Koordination liegt beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Nordrhein-Westfalen.

Möchten Sie noch weitere Informationen zum Projekt? Dann setzen Sie sich mit dem Koordinationsbüro des Projektes in Verbindung.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband NW
Projektbüro Dienstleistungsoffensive der Wohlfahrtsverbände für Senioren
Friedrichstraße 1-2
48282 Emsdetten
Telefon: 0 25 72 / 8 20 23
Fax: 0 25 72 / 8 48 42
E-Mail: projekt@servicefuersenioren-nrw.de

Service für Senioren NRW

Die Datenbank

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Datenbank. Wofür sie genutzt werden kann, welche Ziele damit verfolgt werden. Mehr dazu hier…

„Service für Senioren“ in 2012

In der Landesinitiative Seniorenwirtschaft wurden als ein Schwerpunkt „Dienstleistungen für Senioren“ in den Mittelpunkt gestellt. Als Partner der Landesinitiative Seniorenwirtschaft ist die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege ein großer Anbieter von Dienstleistungen für Senioren. Mit dem Projekt „Dienstleistungsoffensive der Wohlfahrtsverbände für Senioren in NRW“ wurden diese Angebote für Senioren transparenter gemacht und der weitergehende Bedarf dargestellt.

Die Internetplattform „www.servicefuersenioren-nrw.de“ steht Senioren, Angehörigen und weiteren Interessierten mit einer Datenbank für Dienstleistungen der Wohlfahrtsverbände zur Abfrage weiterhin zur Verfügung.

„Good-Practice“ Beispiele und die Ergebnisse der Fachtagung zur Dienstleistungsoffensive sind in einer Veröffentlichung erschienen. Die Broschüre aus dem Jahre 2005 ist nicht mehr ganz jung, gibt aber nach wie vor einen interessanten Einblick in das Thema. Sie ist im Internet als PDF Datei herunter zu laden.